Das Shakespeare Projekt: Antonius und Cleopatra

Guten Morgen an alle!
Eigentlich hatte ich diesen Beitrag gestern Abend so gut wie fertig, aber irgendwie gefiel es mir nicht so ganz. Hier und da fand ich die eigenen Formulierungen komisch. Es hat einfach nicht gepasst und ich wusste nicht so ganz, wieso. Ich veröffentliche auch nicht so gerne Beiträge, die mir nicht gefallen und deshalb habe ich entschieden eine Nacht darüber zu schlafen. 

Heute morgen, direkt nach dem Frühstück, sitze ich jetzt hier und tippe, wie verrückt. Zwar hatte ich die gestrige Version, aber auch vieles musste überarbeitet und umgeschrieben werden, wie die Einleitung zum Beispiel. Aber jetzt bin ich zufrieden und deshalb habe ich den Beitrag veröffentlicht. 





Genau, wie schon letzte Woche bei Julius Cäsar konnte ich Antonius und Cleopatra nicht unvoreingenommen lesen. Der Film Cleopatra mit Elisabeth Taylor thematisiert bereits alle Ereignisse der beiden Dramen. Antonius und Cleopatra setzt nämlich dort an, wo Julius Cäsar aufhört. Sowohl Shakespeare als auch der Film beziehen sich dabei auf die Schriften des Plutarch - daher die fast komplette Übereinstimmung. Der Film hat mich schon als Kind sehr polarisiert und deshalb war es schwer die beiden Dramen zu lesen ohne die Gesichter aus dem Film zu sehen. 



Mein Fazit

Nach Cäsars Tod ist das Römische Imperium aufgeteilt worden. Einer der Nachfolger, Antonius, verliebt sich unsterblich in die ägyptische Königin Cleopatra. Als der Bürgerkrieg ausbricht wollen sie zusammen den Sieg erringen, doch ihre Rivalen sind mächtig. 


Ist Liebe unsere Erlösung oder unser Verderben? Die berühmte Liebesgeschichte zwischen Antonius und Cleopatra beantwortet diese Frage nicht, sonder zeigt, dass Liebe beides vermag: Sie kann das Gute aber auch das Böse in uns wecken. 


Akt IV, Scene 14: Mich hat diese Szene erschüttert, durch den Tat einer Figur, die eigentlich irrelevant ist und doch so heldenhaft stirbt: Eros. Es ist ein Freund Antonius, der sich selber ersticht um nicht den letzten zu töten. Mich hat Eros Mut sehr beeindruckt. 


Ich kann keine genaue Szene angeben, weil das Drama (erstens) doppelt so lang wie alle anderen Dramen ist und (zweitens) in der ersten Hälfte viele Szene zu ausführlich gewesen sind. Deshalb hatte ich Probleme der Handlung zu folgen. Statt alle Szenen zu nennen habe ich euch nur meine Schwierigkeit erklärt. 


Cleopatra: Eigentlich mochte ich sie nicht (als Mensch), aber irgend jemanden musste ich hier nennen. Wieso sie? Weil sie Figur immerhin sehr authentisch rüberkommt und immer entschlossen bleibt - bis zum Schluss.  


Marcus Antonius: Auch wenn es letztes Mal mein Favorit gewesen ist - diesmal hat er mich enttäuscht. Er macht den Eindruck total die Dramaqueen und zu sein und manchmal sogar verrückt. Als Mann fände ich ihn sehr unsympathisch. 


Charmian (I,3): "In time we hate that which we often fear"   Cleopatra (II,5): "Some innocents 'scape not the thunderbolt"   Antonius (III,9): "Fortune knows / We scorn her most, when most she offers blows"


Antony and Cleopatra (1972) mit Musik von John Scott;   Cleopatra (1963) mit Elisabeth Taylor - nicht auf dem Drama beruhend, aber der zweite Teil des Film ist eine komplette Übereinstimmung mit dem Drama 


Ich muss ehrlich zugeben: Das ist kein Must-Read. Man kann es gerne mal gelesen haben, aber andere Dramen von Shakespeare sind bedeutender und interessanter. Ich kann nicht behaupten, dass mich das Drama beeindruckt hätte. 

 Erklärungen zum Projekt und den Kategorien findet ihr hier



Liebe, die am Ende ist Verderben stürzt. 
Ist es Cleopatras oder Antonius Schuld?  



Küsse,
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Janna