Das Shakespeare Projekt: Julius Cäsar

Nachdem ich nun fast alles von der Palette probiert habe komme ich nun zu einem historischen Drama. Auch wenn die Geister sich an dem Begriff scheiden habe ich es für mein Projekt in die historischen Dramen eingeordnet. Genauso gut würde Julius Cäsar zu den Tragödien passen, keine Frage. Aber bei ist es ein historisches Drama. 

Auf meiner Projekt-Seite gibt es alle Infos, die euch interessieren können. Ihr könnt jederzeit einsteigen, euren Beitrag veröffentlichen und euch von mir verlinken lassen. Wie, wo, wann steht hier





Ein wenig voreingenommen in meiner Meinung war ich, weil ich den Film Cleopatra mit Elisabeth Taylor gesehen habe. Ein Teil des Film zeigt auch das Schicksal Cäsars, wobei der Regisseur klar zwischen den Guten und Bösen unterscheidet. Ich habe versucht, trotz meiner vorgeprägte Ansicht, das Drama ohne Vorurteile in Bezug auf die Personen zu lesen und euch heute vorzustellen. Ich muss aber zugeben, dass meine Meinung sich nicht stark geändert hat. 




Mein Fazit

In Rom feiert man Julius Cäsar und seinen Sieg im Bürgerkrieg. Aber manche Senatoren fürchten die gewonnene Macht Cäsers und verschwören sich gegen ihn. Cassius will Brutus für das Attentat auf Cäsar gewinnen, in Marcus Antonios sieht er dagegen eine Bedrohung. 


Sowohl die Rechtfertigung des Tyrannenmordes als auch die Verurteilung des Mordes an einem gerechten Herrschen mögen in diesem Drama gesehen werden. Fest steht, dass Macht und Machthunger Menschen täuschen, betrügen und sogar morden lässt. 


Akt III, Scene 2: Ich war fasziniert von der Gegenüberstellung von Brutus Rede und der von Marcus Antonius. Beide halten sie zur Beerdigung Cäsars und schaffen es das Attentat auf komplett unterschiedliche Weise darzustellen, zu rechtfertigen oder zu verurteilen. 


Akt III, Scene 1: Auch wenn es der Höhepunkt des Dramas ist, so war ich etwas enttäuscht vom Attentat. Möglicher Weise ist es im Theater tragischer, auf dem Papier war es banal. Ich hätte gerne mehr von Cäsar gehört als das Berühmte: Et tu, Brute? (Brutus, Auch du? )


Marcus Antonius: Er ist ein Kompromiss, auf den ich mich einlasse. Eigentlich sind mir keine der Figuren ans Herz gewachsen. Cäsar ist zu arrogant, Brutus ein Betrüger, Cassius ein Anstifter. Marcus Antonius ist der einzige, der (nur) ein Lügner ist, dafür aber kein Mörder. 


Brutus & Cassius: Lange habe ich nachgedacht, aber wen den beiden ich weniger dulde als den anderen konnte ich letztendlich nicht entscheiden. Cassius scheint im Kern der Verschwörung zu liegen und Brutus betrügt aus "ehrenvollen" (sagt er) Gründen Cäsar.


Brutus (III,1): "Ambition's dept is paid";   Brutus (III, 1): "As fire drives our fire, so pity pity";   Marcus Antonius (III, 2): "The evil that men do loves after them; / The good is oft interred with their bones"


Julius Caesar (1953) bekannte Verfilmung von Joseph L. Mankiewicz mit Marlon Brandon;   Cleopatra (1963) mit Elisabeth Taylor - nicht auf dem Drama beruhend, aber fast alle Ereignisse aus dem Drama vorhanden, sogar mehr. 


Ganz im Gegenteil zu den anderen Dramen war ich weniger beeindruckt von Julius Cäsar. Aus meiner Sicht ist keine Pflichtlektüre und wenn man gerne Shakespeare lesen will wäre es nicht meine erste Empfehlung. 

 Erklärungen zum Projekt und den Kategorien findet ihr hier


Die Verschwörung gegen Cäsar ist sehr bekannt. Was habt ihr davon gehört/gelesen? 
Findet ihr das Attentat gegen Cäsar war gerechtfertigt oder nicht?



Küsse,
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Janna